internet. leser einfangen.

Nov 22

internet. leser einfangen.

Online-Leser huschen rasch über den Text hinweg, suchen die Seite ab – scannen sie. Der Besucher überfliegt den Inhalt, entscheidet in Windeseile ob es lohnt weiterzulesen. Es lohnt. Wenn der Text übersichtlich, klar geschrieben und strukturiert ist. Und so funktioniert´s…

Und Sie? Lesen Sie jetzt Sie weiter? Wenn ja, was ich natürlich hoffe, dann wahrscheinlich weil Sie die Zwischentitel bereits überflogen haben, der Text dadurch auch nicht endlos erscheint, Sie rasch erfasst haben wie es hier weitergeht und Sie bereits der Titel in irgendeiner Form angesprochen hat.

Wie die Leser einfangen?
Wenn Sie erkennen wie Seitenbesucher den Text lesen, können Sie das für Ihre Texte nutzen. Der Aufbau ist grundsätzlich immer gleich:

1. Titel
2. Teaser
3. Fließtext
4. event. Aufforderung für Rückmeldungen (Kommentar)
5. event. weiterführende Links

Der Titel
Einprägsam sollte der Titel sein. Originelle Formen können den Besucher locken. Jedoch Achtung, online gilt: das Wichtigste zuerst. Das gilt auch für den Titel. Verschenken Sie den wertvollen Platz nicht für irgendwelche scheinbar kreative Überschriften. Machen Sie klare und konkrete Aussagen. Versprechen Sie nichts, das der Text nicht hält. Kraftvolle Zitate vermitteln, dass im folgenden Text Menschen zu Wort kommen. Mehr Praxistipps für optimale Headlines

Der Teaser
Der Anreißer (Teaser) sollte in irgendeiner Form hervorgehoben werden (fett ist leichter zu lesen als kursiv) und nicht zu lang sein. Etwa 3-4 Zeilen. Sinnvoll ist auch, ihn gleichzeitig als Meta Description (beschreibenden Text) für die Suchmaschinen zu verwenden. Die wichtigste Aussage, das Fazit gehört in den Teaser. Wer hier nicht zur Sache kommt, wird erst gar nicht gelesen.

Bedenken Sie: Die Nutzer lesen Überschriften, Bildzeilen und Teaser vor dem eigentlichen Text!

Fließtext
Nach dem Teaser folgt der Fließtext, der gut strukturiert und gegliedert werden muss. Denn das Auge braucht zusätzliche Haltepunkte. Sie erreichen das durch häufige Absätze, hervorgehobene Textteile oder Nummerierungen.

Abbildungen lockern ebenfalls den Text auf. Achten Sie dabei jedoch auf die Bildgröße und Ladezeiten. Sie brauchen schon sehr geduldige Leser wenn sich Ihr Ladesymbol minutenlang dreht. Wenn Sie Bilder einfügen, vergessen Sie nicht auf den Bildtext. Dieser wird meist vor dem eigentlichen Text gelesen.

Wie denn nun schreiben?
Formulieren Sie kurze, klare Sätze und sparen Sie mit den Fremdwörtern. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Online-Texte ebenso wortverliebt und sprachgewandt sein dürfen, wie gedruckte Werke. Es kommt auf das grafische Umfeld, das Angebot und die Zielgruppe an. Wenn es um Text geht, sollte dieser auch im Mittelpunkt stehen, ohne viel gestalterisches Drumherum.

Eine Liste mit praktischen Tipps zum Texten im Internet finden Sie hier

Wer viel klicken muss, klickt sich rasch weg
Vermeiden Sie die Aufteilung eines Berichts über mehrere Seiten. Sie verlieren etwa 50 % Ihrer Leser mit jeder zusätzlichen Seite. Verfügen Sie über sehr viel Informationsmaterial, teilen Sie es auf mehrere abgeschlossene Artikel auf. Trennlinien oder Banner, die den Text auf der gesamte Breite unterbrechen, signalisieren das Ende des Textes, setzen Sie besser eine Leerzeile.

Weitere Empfehlungen:

Druckversion anbieten
Sie können Ihren Lesern bei längeren Texten auch eine druckbare Version anbieten. Vielen ist es einfach lieber, wenn sie einen Bericht in der Hand haben.

Vernetzung durch Links
Sie können innerhalb Ihrer Seite und zu externen Seiten verlinken. Auch im Artikel selbst bieten sich Möglichkeiten an: Beispielsweise können Sie einzelne Wörter, die eventuell eine Erklärung benötigen, mit Wikipedia verbinden. Oder Wörter, bzw. Satzteile über die Sie bereits berichteten, mit dem jeweiligen Artikel verlinken.

Mit dem Leser kommunizieren
Das Internet ist interaktiv. Geben Sie Ihren Lesern die Möglichkeit ein Kommentar abzugeben, Feedback im Gästebuch zu hinterlassen, mit Ihnen per E-Mail in Kontakt zu treten und den Artikel mit anderen zu teilen, beispielsweise in Facebook oder Twitter.

Sie haben bis zum Ende gelesen? Sehen Sie, es funktioniert. :-) Und jetzt freue ich mich natürlich auf ein Kommentar von Ihnen.

Ihre Feder

Bildquelle: Gerd Altmann / pixelio.de

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dieFeder

...ist professionelle Redakteurin/Texterin, schreibt seit 10 Jahren für diverse Print- und Internetmedien und kommuniziert mit Leidenschaft in Sozialen Netzwerken. Die Zusatzausbildung zur akad. Psychosozialen Gesundheitstrainerin beeinflusste ihr Schreibhandwerk nachhaltig. Daher fokussiert sie ihre Textkraft heute auf die Gesundheits- und Fitnessbranche.

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