texte brüllen nach neuen wörtern.

Jan 21

texte brüllen nach neuen wörtern.
Wenn wir schreiben, tippen wir Wörter in den Rechner und verbinden sie zu mehr oder minder sinnvollen Sätzen. So einfach ist das. Dafür greifen wir auf unseren individuellen Wortschatz zurück und verwenden Wörter, die uns schön, sinnvoll und angebracht erscheinen. Vielschreiber stolpern beim Schreiben leicht in eine, für Texter und Schreiberlinge tragische, Basis-Wort-Falle. Auch ich bin bereits hineingeschlittert. Das böse Erwachen folgte rasch, als ich beim Lesen die üblichen Verdächtigen identifizierte. Nichts Neues erregte die Aufmerksamkeit. Der Text schien mich anzubrüllen: “Gib mir neue Wörter!”

Unter Zeitdruck, bei langweiligen Themen, immer wiederkehrenden Inhalten kommt es schon mal vor, dass wir auf Altbewährtes setzen. Bis zu einem gewissen Grad, ist daran auch nichts auszusetzen. Denn es erleichtert die Arbeit, beschleunigt die Fertigstellung und lässt uns umfangreiche Projekte leichter bewältigen. Ich wage auch zu behaupten, dass Schreiberlinge auf einen größeren Wort-Basis-Fundus zurückgreifen können und dadurch immer noch besser texten und schreiben als ein Hobby-Texter. Doch die Gefahr lauert tagtäglich hinter dem nächsten Satz.

Es verhält sich ähnlich wie beim Kochen. Es gibt weltweit Millionen Rezepte und was kochen wir Woche für Woche? Meist ist der Speiseplan wenig abwechslungsreich. Und so ist es auch mit dem Schreiben. Wir tun es. Wir schreiben Woche für Woche die gleichen Wörter.

Können Schreiberlinge immer wieder neue Wörter finden?

Tipps & Tricks gegen die Basis-Wörter-Falle:

- Verwenden Sie altbewährte Worte. Das ist in Ordnung. Spicken Sie diese jedoch mit wenig gebrauchten.

- Variiren Sie Satz- und Textaufbau. Das kann die Wörter in neuem Licht erscheinen lassen.

- Spielen Sie mit langen und kurzen Sätzen. Das schafft Lebendigkeit.

- Notieren Sie sich eine Liste mit “verschlissenen” Wörtern. Das sind Wörter, die wenig bis nichts aussagen oder bereits zu häufig für Werbetexte, Internettexte und Artikel verwendet wurden. Zu meinen verschlissenen Wörtern gehören beispielsweise: kompetent, innovativ, Innovationen, Top-Marken, Top-Mitarbeiter.

- Erweitern Sie Ihren Wortschatz. Lesen Sie alles was Ihnen unter die Finger kommt. Versuchen Sie dabei bewusst auf gute Formulierungen und ungewöhnliche Wörter zu achten.

- Legen Sie sich ein Notizbuch zu. Notieren Sie darin Aussagen, Wörter und Sätze die Ihnen gut erscheinen.

- Entwickeln Sie Ihren eigenen Stil. Fremde Worte können uns inspirieren. Schlussendlich müssen wir allerdings unseren ganz persönlichen Schreibstil entdecken und fördern. –

Wie sind Ihre Erfahrungen? Ich freue mich über Kommentare.
Ihre Feder

Bildquelle: Rike / pixelio.de

merken & weitersagen
  • Print
  • PDF
  • RSS
  • email
  • Twitter
  • Facebook
  • FriendFeed
  • MySpace
  • MisterWong.DE
  • Netvibes
  • Google Bookmarks
  • Google Buzz
  • Yahoo! Buzz
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • Add to favorites
  • Digg
  • Yigg
  • blogmarks
  • LinkArena
avatar

dieFeder

...ist professionelle Redakteurin/Texterin, schreibt seit 10 Jahren für diverse Print- und Internetmedien und kommuniziert mit Leidenschaft in Sozialen Netzwerken. Die Zusatzausbildung zur akad. Psychosozialen Gesundheitstrainerin beeinflusste ihr Schreibhandwerk nachhaltig. Daher fokussiert sie ihre Textkraft heute auf die Gesundheits- und Fitnessbranche.

More Posts - Website - Twitter - Facebook

1 Kommentar

  1. avatar
    Claudia Werner /

    Guter Beitrag! Danke.

    Manchmal muss man sich als Texterin das einfach wieder einmal ins Blickfeld rufen. Wenn es im Arbeitsalltag schnell gehen muss, ist das allerdings nicht immer leicht.

    Herzliche Grüße
    Claudia Werner

Einen Kommentar schreiben